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Sober October: Alkohol und Krebs, Sport und Schlaf, Vorbildfunktion und eine Einladung zum Selbstversuch.

Folge 05 · 17. Oktober 2026 · 6:44 Min.

Die Folge behandelt Sober October, also einen Monat ohne Alkohol, aus vier Blickwinkeln: Krebsrisiko, Training, Schlaf und die Vorbildfunktion gegenüber Kindern. Sie nennt die Einstufung von Alkohol als Karzinogen der Gruppe 1 durch die IARC und die Einschätzung der WHO, dass es keine sichere Menge gibt. Zum Abschluss steht die Einladung zu einem Selbstversuch, auch für die letzten zwei Oktoberwochen. Produziert mit KI.

TRANSKRIPT

Meist geht es bei How to BBetter um etwas das du in deinen Alltag implementieren kannst um besser zu werden. Heute aber geht es ums Weglassen. Thema Alkohol. Dich erwartet keine Moralpredigt von oben, sondern Zahlen, Fakten und eine Einladung zum Selbstversuch.

Willkommen bei How to BBetter. Ein Podcast von Sebastian Raupp. Produziert mit KI.

Sober October bedeutet: einen Monat lang kein Alkohol. Wenn Du mitmachst, hast jetzt Du mitten im Oktober schon über die Hälfte hinter Dir. Falls nicht, steig einfach mit ein und versuch ab heute die letzten zwei Wochen mit durchzuziehen. Warum Alkohol das Leben leider nicht besser, sondern nachweisbar schlechter macht, beleuchten wir heute aus vier Blickwinkeln: Dein Krebsrisiko, Training und Schlaf, und die Kinder in Deinem Leben.

Alkohol ist ein Nervengift. Er ist krebserregend. Er tötet Hirnzellen. Es gibt kein gesundes Maß, unter dem er plötzlich zum Genussmittel wird. Die WHO sagt: keine sichere Menge. Die IARC, die Internationale Agentur für Krebsforschung, stuft Alkohol als Karzinogen der Gruppe 1 ein. Dieselbe Kategorie wie Tabak. In Verbindung gebracht mit mindestens sieben Krebsarten. Mund, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre, Leber, Darm, Brust. Das ist keine Randmeinung. Das ist die Einordnung der Behörde, die Krebsursachen bewertet. Weltweit wurden für das Jahr 2020 schätzungsweise mehr als 740.000 neue Krebsfälle auf Alkohol zurückgeführt. Das sind gut vier Prozent aller neuen Krebsfälle.

Trotzdem ist Alkohol weiterhin die populärste Droge: Allein in Deutschland: 2,2 Millionen Abhängige, plus 1,7 Millionen mit regelmäßigem Missbrauch. Rund 7,5 Prozent der 18- bis 64-Jährigen. Weltweit sterben jedes Jahr etwa 2,6 Millionen Menschen an den Folgen von Alkohol. In Deutschland sind es laut Deutscher Hauptstelle für Suchtfragen rund 44.000. Dazu kommen etwa 57 Milliarden Euro Folgekosten. Und das, was in keiner Tabelle steht: häusliche Gewalt, Kindeswohlgefährdung, Vernachlässigung, Beziehungen, die an einem Glas nach dem anderen zerbrechen. Eine Gesellschaft wird kränker und unsicherer, wenn Rausch als Kultur gilt. Mehr dazu später.

Jetzt zum Training. In meiner Arbeit geht es oft um Muskelaufbau. Dafür gilt: Der Reiz kommt aus dem Training, aufgebaut wird in der Erholung danach. Nach einer Einheit baut Dein Körper Muskeleiweiß neu auf, das nennt man Muskelproteinsynthese. Und mTOR ist dabei so etwas wie ein zentraler Schalter, der im Muskel Wachstums- und Anpassungssignale weitergibt. Alkohol behindert diesen mTOR Schalter und bremst damit Reparatur und Aufbau nach dem Training. Die Trainingseinheit kann phänomenal gewesen sein, die Proteine optimal gedeckt und dein hart erarbeiteter Fortschritt ist trotzdem praktisch dahin, sobald du zum Glas greifst.

Auch die Nacht wird beeinträchtigt. Ja, Alkohol macht zwar müde , aber er zerstört trotzdem den Schlaf. Du schläfst schneller ein, aber der REM-Schlaf wird unterdrückt, die zweite Nachthälfte zerfällt in Aufwachen und leichten Schlaf, und du stehst unausgeruhter auf, als es die Stunden im Bett vermuten lassen. Außerdem dehydriert dich Alkohol und bringt deinen Elektrolythaushalt aus dem Gleichgewicht. Kopfschmerzen, Kreislaufschwäche, der sogenannte "Kater" sind direkte Folgen davon - das weißt du selbst. Wie fühlt es sich aber ohne an? Genau dafür ist der Sober October gut: Du trainierst einen Monat lang ohne Alkohol und kannst selbst beobachten, wie sich Deine Einheiten, Deine Energie und Deine Erholung anfühlen. Auf jeden Fall ein Selbstversuch wert!

Krebs, Training, Schlaf. Der vierte Blickwinkel sind die Kinder. Je früher Jugendliche Alkohol trinken, desto größer sind die gesundheitlichen Risiken und desto wahrscheinlicher nehmen sie dieses Verhalten ins Erwachsenenalter mit. Alkohol schädigt das Gehirn, besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, weil sich ihr Gehirn noch entwickelt und empfindlicher reagiert. Unsere Kinder lernen nicht durch Belehrungen. Sie lernen an dem, was normal aussieht. Wie Du zu Hause mit Alkohol umgehst, gehört zu dem, was Kinder und Jugendliche mitbekommen. Das betrifft Väter genauso wie Mütter und braucht gesamtgesellschaftliche Verantwortung.

Wenn auf Stadtfesten, Vereinsfeiern und schon auf Schulveranstaltungen das Glas selbstverständlich dazugehört, wird Alkohol zur Kulisse, nicht zur Ausnahme. Vorbild sein heißt auch: sichtbar anders feiern. Nicht moralisch von oben, sondern konkret. Du hebst das Wasser, nicht den Aperol. Du fährst nach Hause, weil du fahren kannst. Du zeigst, dass ein Abend ohne Rausch nicht weniger wert ist.

Sober October heißt deshalb nicht nur: im Oktober mal weniger. Es heißt: kein Feierabendbier. Keins im Stadion. Kein Weinchen mit der Freundin. Kein Aperol, nur weil die Sonne scheint. Genau diese vermeintlich harmlosen Rituale machen das Gift zur Gewohnheit. Nicht der Absturz am Wochenende allein. Die tägliche Ausnahme, die keine mehr ist.

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Das Thema interessiert mich nicht nur als Coach, sondern auch als Pädagoge und Vater. In meinen Vorträgen für Schulen und Kitas geht es um Konsumthemen, von Quetschies bis Energydrinks. Und mein Dad-Coaching richtet sich an Väter und setzt sich vor allem damit auseinander, dass wir durch unser Handeln erziehen und nicht durch unsere Worte. Wie lebst Du dein Leben und was vermittelst du deinen Kindern eigentlich, wenn sie es bei Dir abschauen?

Was nehmen wir mit: Beim Krebsrisiko nennen WHO Europa und IARC keine sichere Menge. Alkohol ist krebserregend. Beim Training zeigen Studien, dass Alkohol die Muskelantwort dämpft. Dein Schlaf leidet ebenfalls. Bei Kindern sind Eltern wichtige Vorbilder. Jeder dieser Gründe wirft die Frage auf: Warum Alkohol? Teste es im Oktober, oder zumindest diese letzten zwei Wochen und wenn Alkohol bei Dir nicht mehr automatisch dazugehört, was brauchst Du dann eigentlich, um Dich zu entspannen, zu feiern oder zu belohnen? Wer diese Frage ehrlich beantwortet, kann aus dem Sober October mehr mitnehmen als einen alkoholfreien Monat. Und was danach kommt, entscheidest Du.

Danke, dass ihr auch bei dieser Folge von How to BBetter dabei wart! Ich freu mich sehr, wenn ihr was Nützliches mitnehmen konntet! Hinterfragt eure Gewohnheiten, denkt über das nächste Glas zwei Mal nach - nicht nur im Oktober! In der nächsten Folge gibt's das nächste Tool für euch um noch Besser zu werden.

Das war How to BBetter. Ein Podcast von Sebastian Raupp. Produziert mit KI.

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